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Christliches Glaubensbekenntnis

Feierlicher Gottesdienst an Fronleichnam

Der Feiertag Fronleichnam, dem „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“, wird zehn Tage nach Pfingsten gefeiert. Der Name setzt sich zusammen aus den Elementen der Eucharistie. Fron bedeutet Herr, Lichnam heißt Leib, beides identisch mit der lateinischen Bezeichnung Corpus Domini und Corpus Christi. Den feierlichen Gottesdienst zelebrierte Pfarrer Wernher Bien, der auch den „Gemeindegesang“ übernahm. Den Corona-Einschränkungen ist es geschuldet, dass die Kirchenbänke nur spärlich besetzt werden durften und es konnte auch heuer keine traditionsreiche Sakramentsprozession durch den Ort erfolgen.


 

 

Rückblick auf das Glaubensfest

Im Jahr 1209 hatte die Augustinernonne Juliane von Lüttich eine sich öfter wiederholende Vision. Sie sieht die Scheibe des Vollmondes auf der ein dunkler Fleck das Fehlen eines Festes zu Ehren der Eucharistie anzeigt. Auf Drängen der Mystikerin konnte Papst Urban VI. überzeugt werden und ordnete 1246 die erste Feier zu Ehren des Leibes Christi an. 1264 erhob der Papst, einst Lütticher Bischof, das Fronleichnamsfest in den Rang eines Hochfestes. Eine Prozession zum Fronleichnamsfest wird erstmals 1277 in Köln gehalten. In Bayern, nämlich in Benediktbeuern ist sie 1286 nachzuweisen. Neben der Danksagung, die in jeder Heiligen Messe gefeiert wird, bezeugen an diesem Fest die Katholiken, dass sie an die Realpräsenz, die wirkliche Gegenwart Gottes in Gestalt von Brot und Wein, glauben und tragen diesen Glauben hinaus in die Welt. Der vorgeschriebene zweite Donnerstag nach Pfingsten wurde 1317 von Papst Johannes XXII. angeordnet und ist das theologische Gegenstück  zum Gründonnerstag, als dem Tag der Einsetzung des Altarsakramentes.

Eucharistiefeier

Kurz vor Beginn des Festgottesdienstes hatten sich die Fahnenabordnungen des Krieger- und Reservistenvereins Hammerau-Feldkirchen und des Trachtenvereins D`Schneebergler im Presbyterium positioniert. Zum Einzug des Altardienstes, war der Chorraum mit von der Decke abfallenden Fahnenbändern in den Kirchenfarben Gelb und Weiß, sowie Blumen und Birkengrün schön geschmückt, dabei ließ Peter Reischl sehr feierlich die Orgel erschallen. Danach begleitete er Pfarrer Wernher Bien bei dem Lied „Beim letzten Abendmahle“ auf dem Instrument.Vielen sprach der Seelsorger in seinen einleitenden Worten aus der Seele: „Wer hätte das vor einem Jahr gedacht, dass die Pandemie so lange dauert, aber irgendwann wird’s schon rum sein. Machen wir das Beste daraus und freuen uns, dass wir den Herrgott haben, der uns nahe ist, auch wenn  wir es nicht wie gewöhnliche so ausdrücken können und festlich in einer Prozession durch unser Dorf ziehen.“  Lektorin Regina Galler berichtete aus dem Buch Exodus, darin war die Rede, wie Mose dem Volk alle Worte und Rechtsvorschriften des Herrn übermittelte. Nach dem ein Gemeindegesang nach wie vor nicht erlaubt ist, sang Pfarrer Bien solo das Lied „Deinem Heiland, deinem Lehrer“. Das anschließende Markus-Evangelium, hatte die Vorbereitung des Paschamahls und das Mahl zum Inhalt.

In seiner Ansprache nahm Pfarrer Bien zu den gehörten Lesungen. Gott gebe dem Volk im alten Bund seine Gebote und der neue Bund werde durch Jesus geschlossen. Der Priester zitierte eine prophetische Voraussage aus dem Buch Jeremia, wo es heißt: „Ich werde einen neuen Bund schließen.“ Der neue Bund sei so zu verstehen, man soll lernen, der Herrgott meine es gut und was er vorschreibe in seinen Weisungen sei, dafür im Leben gut zurecht zu kommen. Jesus sei das Vorbild im Leben. Zum neuen Bund gehöre gerne ja zu sagen und normalerweise geschehe das an Fronleichnam mit einer Prozession durch den Ort.

Glaubensbekenntnis und Fürbitten folgten. Gegen Ende der Eucharistiefeier bat Pfarrer Bien die Gläubigen auf ihren Plätzen zu verweilen und er ging mit einem Ministranten mit dem Allerheiligsten um das Gotteshaus. Während des Gangs im Freien beteten die Kirchgänger das alte Rosenkranzgesätz „Dass du die Früchte der Erde geben und erhalten wolltest“. Zurück im Kirchenschiff sang der Seelsorger „Jesus, du bist zugegen“ und „Wir beten an dich, wahres Himmelsbrot. Es folgte lateinischer Gesang des Priesters und danach erteilte er mit der Monstranz den Eucharistischen Segen.

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Andreas Pils

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