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An den triumphalen Einzug Jesu in Jerusalem erinnert

 

Palmsonntag Segnung der Palmzweige und Passion

Im vergangenen Jahr lag das gottesdienstliche Leben aufgrund der behördlichen und diözesanen Anordnungen brach. Heuer jedoch konnte mit Corona-Einschränkungen der Palmsonntag mit Gläubigen gefeiert werden. Vor fast 2.000 Jahren jubelten die Menschen beim Einzug in Jerusalem Jesus zu, legten Kleider auf die Erde und schwenkten Palmzweige zu seiner Begrüßung. Jesus kam nicht hoch zu Ross wie ein König, sondern auf einem einfachen Esel in die Stadt, an dieses Ereignis erinnerten die Christen in der Pfarrei „Mariä Himmelfahrt“ in der Marienkirche sowie im Pfarrzentrum „St. Severin“.am vergangenen Sonntag. Allerdings musste auf Prozessionen verzichtet werden.

 

Palmsegnung vor Aussegnungshalle

Eine wachsende Neigung, die biblischen Berichte chronologisch nachzuvollziehen, führte wahrscheinlich bereits im vierten oder fünften Jahrhundert dazu, des Einzugs In Jerusalem in Form einer Prozession zu gedenken. Im elften und zwölften Jahrhundert war die Palmsonntagsprozession in vielen Teilen des Abendlandes schon Tradition. Der Palmsonntag ist der sechste Sonntag in der Fastenzeit und leitet die Karwoche vor dem großen Osterfest ein. Vor und neben der Aussegnungshalle im Friedhof Feldkirchen versammelten sich Jung und Alt zur Feier. Anstatt Palmen, wie in Israel hatten die Christen ihre Palmbuschen aus Weidenkätzchen, Segenbaum, Wacholder oder Buchs teilweise mit bunten Hobelspänen verziert. Als Pfarrer Wernher Bien mit den Ministranten zum Freialtar schritt intonierte die Trachtenkapelle Feldkirchen mit 1. Vorstand Robert Schindler die Melodie „Lobe den Herren“. Zur Hinführung sagte der Seelsorger: „Wir feiern Palmsonntag, wir feiern den Einzug Jesu in Jerusalem. Damals haben die Laute Palmzweige getragen, haben Palmen auf die Straßen ausgebreitet, haben sich gefreut: Jetzt kommt der Messias, der Heiland, jetzt kommt das Reich Gottes, die Zeitenwende kommt jetzt und wird uns mit dem Herrgott verbinden, dass auch wir innerlich diese Überzeugung haben können, jetzt kommt die Wende, jetzt wird alles gut. So wollen auch wir Jesus begleiten. Die Natur macht’s uns vor, jetzt kommt die Wende, jetzt wird alles gut, da ist alles voller Leben, voller Freud, voller Hoffnung.“ Nach dem Segensgebet setzte der Priester wieder seine Maske auf und besprengte die Palmbuschen, in dem er vor die Gläubigen ging. Währenden dieser Zeremonie spielte die Trachtenkapelle das Stück „ Singt dem Herren Freudenpsalmen“. Das von Pfarrer Bien verkündete Markus-Evangelium erinnerte an die letzten Tag Jesu in Jerusalem. Er kommt im Namen und Auftrag Gottes und nimmt die Huldigung der Volksmenge an. Während sich die Christenschar von draußen in das Kirchenschiff begab, intonierte die Musikkapelle „Gelobt seist du, Herr Jesu Christ“. Nach der Lesung folgte die Passion durch Lektoren Andreas Pils und Maria Auer sowie Pfarrer Wernher Bien. Geschildert wurde darin der Leidensweg Jesu, ein Weg voll von Dornen, ein Weg zum Kreuz. Vor dem priesterlichen Segen beteten die Gläubigen noch das Corona-Gebet.

Palmweihe in „St. Severin“

Mit dem Palmsonntag tauchen die Christen ein in die Karwoche. Diese hat ihren Namen vom Wort kara, das Trauer oder Klage bedeutet. Diese Woche spannt den Bogen vom Jubel am Palmsonntag beim Einzug Jesu in Jerusalem, über den Verrat, das Abschiedsmahl Jesu am Gründonnerstag bis zu seiner Kreuzigung am Karfreitag. Am Karsamstag geschieht nichts – Grabesruhe. Doch am Horizont leuchtet schon Ostern auf. Im Innenhof des Pfarrzentrums „St. Severin“ reihten sich im Geviert die Gläubigen mit ihren verzierten Palmbuschen auf. Die Kirchgänger konnten sich über traumhaftes Frühlingswetter am Tag der Zeitumstellung freuen. Nach den einführenden Worten sprach Pfarrer Bien das Segensgebet. Es lautete: „Allmächtiger Gott, am heutigen Tag – huldigen wir Christus in seinem Sieg und tragen ihm zu Ehren grüne Zweige in den Händen. Mehre unseren Glauben und unsere Hoffnung, erhöre gnädig unsere Bitten und lass uns in Christus die Frucht guter Werke bringen. Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.“ Anschließend ging der Geistliche an den Gläubigen vorbei und besprengte diese und die Palmbuschen mit Weihwasser. Nach der Verkündigung der Frohbotschaft begaben sich Erwachsener und der Nachwuchs in den Pfarrsaal wurden von Organist Dr. Jan-Piet Knijff musikalisch begrüßt. Die Passion wurde in „St. Severin“ von Christel Pyka, Tobias Quaiser und Pfarrer Wernher Bien gelesen. Dabei wurde die harte Wendung vor Augen geführt, wie leicht Menschenmassen zu manipulieren sind: Von „Hosianna“ bis „An’s Kreuz mit ihm“, in weniger als einer Woche. Nach dem Gottesdienst nahmen die Kirchgänger nach altem Brauch die Buschen unter anderem mit den Palmkätzchen nach Hause und dort sollen sie nach der Überlieferung dazu dienen, Unheil fernzuhalten.

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Andreas Pils

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