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„Mariä Himmelfahrt“ als Bild der Hoffnung

Gut besuchter Patrozinumsgottesdienst mit Kräutersegnung

Der weißblaue Himmel zeigte sein strahlendes Gewand zum Patroziniumsfest der Marienkirche. Vor dem Hochaltar mit dem Gnadenbild Maria mit dem Kind (um 1530) zelebrierte Pfarrer Wernher Bien den Gottesdienst mit vielen Marienliedern. Den Volksgesang begleitete Kristian Aleksic an der Orgel. Vor dem Turmportal boten Trachtenfrauen für eine Spende Kräuterbüscherl an, welche dann gegen Ende der liturgischen Feier gesegnet wurden.

Allgemein geht das Kirchenfest bis in das 7. Jahrhundert zurück. In Deutschland wurde es im Jahr 813 eingeführt. Bei der Weihe 1521 wurde das Feldkirchner Gotteshaus unter den Schutz der Gottesmutter gestellt. Wie schon die vergangenen Jahre hatten die Spenzerfrauen des GTEV D‘ Schneebergler Kräuterbuschen unter anderem mit Rosmarin, Melisse, Salbei, Schafgabe, Königskerze, Pfefferminz und Johanniskraut, gebunden. Gegen eine Spende konnte die Kirchgänger diese zum Patroziniumsgottesdienst mitnehmen. Der Erlös ist heuer für die kleine Matilda aus Freilassing bestimmt, die an der unheilbaren Schmetterlingskrankheit leidet.

Die Kräutersäule am Volksaltar hatte Gisi Lämmlein gebunden, zum Fest hingen im Altarraum von der Decke weißgelbe Kirchenbänder und am Turm wehte die Kirchenfahne. Zum Einzug des Altardienstes spielte Organist Kristian Aleksic die „Toccata in F“ von Dieterich Buxtehude. Zur Eröffnung sang die Gemeinde „Gegrüßest seist du, Königin“. Nach dem Kreuzeichen sagte Pfarrer Bien zu den Schwestern und Brüdern im Glauben: „Wir feiern heute das Patrozinium unserer Pfarrkirche, das Hochfest der Aufnahme der Gottesmutter Maria mit Leib und Seele. Sie, die den Erlöser geboren hat, sie sollte die Verwesung nicht schauen und so in den Himmelaufgenommen werden.“ Der Seelsorger bezeichnete dies als ein Bild der Hoffnung. Den Kyrierufen folgte die Lesung durch Lektorin Regina Galler aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth und beinhaltete unter anderem, wer in Christus ist, hat den Schritt vom Tod zum Leben bereits getan, allen voran die Mutter Jesu. Als Zwischengesang folgte “Maria, breit den Mantel aus“. Sehr feierlich sang der Seelsorger das Lukas-Evangelium und darin war Handlung vom Besuch der schwangeren Maria im Haus des Zacherias, wo dies Elisabet traf.

Zu Beginn der Ansprache sagte Pfarrer Bien: „Die Jungfrau und Gottesmutter Maria, die mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen worden ist, vielleicht kann sie für uns schauen, dass wir voller Hoffnung aufblicken.“

Der Priester sprach auch von einen zerrissenen Welt, von Klimawandel und einer eher zerstrittenen Regierung. Weiter meinte er, man könne fragen, was sei das Besondere an Maria, was habe sie getan, was können man nachahmen. Die Antwort dazu: „Sie hat gar nicht viel selbst getan, sondern hat an sich geschehen lassen. Sie hat vor allem Gott wirken lassen, das ist das Große, das Gut und Heilsame an ihr.“ Er ermunterte einfach zu sein und Gott den ersten Platz einzuräumen mit Hingabe und auch für andere Menschen da sein. „Schauen wir auf Maria, wir können die Hoffnung haben, dass Gott sein Heil wirken lässt, dass wir bei ihm mitmachen dürfen,  dass er von seiner Schöpfung am Ende unversehrt zum Guten führt“, sagte abschließend Pfarrer Bien. Nach dem Glaubensbekenntnis trug Regina die Fürbitten vor.

Während der Kommunionausteilung spielte Organist Aleksic eine Variation von der „Glorwürdigen Königin“. Gegen Ende der Liturgie sprach Pfarrer Bien das Segensgebet über die Kräuter und Blumen, bat die Gotteslob-Bücher zu schließen und schritt dann durch den Mittelgang entlang zum Turmportal und auch ins Freie, um die Kräuterbüscherl und die Gläubigen mit Weihwasser zu besprengen. Dankesworte fand der Zelebrant für die Spenzerfrauen sowie für die Trachtenkapelle, welche die Kirchgänger musikalisch zum Bierzelt geleitet.

Eines der schönsten Marienlieder „Segne du, Maria“ sang die zahlreiche Christenschar zum Abschluss. Zum Auszug spielte der Organist wuchtig eine Variation von „O Königin voll Herrlichkeit“ sowie ein Präludium.Den gesegneten Kräuterbuschen misst man außerordentliche Heil- und Wirkkräfte zu und sie werden zum Schutz von Mensch und Tier, Haus und Hof im Stall, am Dachboden oder im Herrgottswinkel aufbewahrt.

Andreas Pils

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