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Sternsinger bringen Segen

Aussendungsgottesdienst in der Marienkirche

Traditionell werden offiziell die Sternsingergruppen der Pfarrei Mariä Himmelfahrt jährlich abwechselnd im Pfarrzentrum St. Severin und in der Marienkirche wenige Tage vor dem Feiertag Heilig Dreikönig „Hochfest der Erscheinung des Herrn,“ ausgesandt, um den weihnachtlichen Segen in die Häuser und Wohnungen der Menschen zu bringen. In einem Wortgottesdienst in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Feldkirchen zeigte Pfarrer Wernher Bien einen Ausschnitt aus dem aktuellen Sternsingerfilm mit Willi Weitzel und segnete die benötigten Utensilien für den Gang zugunsten der diesjährigen Aktion „Kinder stärken, Kinder schützen – in Indonesien und weltweit“. Bei der Aussendungsfeier gaben die über 40 Sternsinger ein imposantes buntes Bild ab.

Das bundesweite Dreikönigssingen steht heuer unter dem Leitwort „Kinder stärken, Kinder schützen – in Indonesien und weltweit“ und ist bereits die 65. Auflage, dabei dreht sich inhaltlich alles um das Thema Kinderschutz. Träger der bundesweiten Aktion sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der „Bund der Deutschen Katholischen Jugend“ (BDKJ). Weltweit setzen sich die Projektpartner der Sternsinger dafür ein, dass Kinder in einem sicheren Umfeld aufwachsen können, dass sie Geborgenheit und Liebe erfahren und ihre Rechte gestärkt werden. In Asien, der Schwerpunktregion der Sternsingeraktion 2023, zeigt das Beispiel der ALIT-Stiftung in Indonesien, wie mit Hilfe der Sternsinger Kinderschutz und Kinderpartizipation gefördert werden. Seit mehr als zwanzig Jahren unterstützt ALIT an mehreren Standorten Kinder, die aus unterschiedlichen Gründen gefährdet sind oder Opfer von Gewalt wurden. Neben der überregionalen politischen Lobbyarbeit für den Kinderschutz setzt sich ALIT in den Dorfgemeinschaften mit Kultur, Sport und Bildung für die Stärkung von Kindern ein. In von ALIT organisierten Präventionskursen lernen junge Menschen, was sie stark macht: Zusammenhalt, Freundschaften, zuverlässige Beziehungen und respektvolle Kommunikation. Sie lernen auch, wie sie sich besser schützen können. Die ALIT-Stiftung arbeitet eng mit Eltern, Lehrern und anderen Bezugspersonen der Mädchen und Jungen zusammen. Denn Kinder können zwar gestärkt werden, aber die Verantwortung für ihren Schutz liegt bei den Erwachsenen.

Der Wortgottesdienst wurde durch feierliches Orgelspiel durch Kristian Aleksic eröffnet. Die über 40 Könige mit bunten Turbanen, goldenen Kronen, bunten Umhängen sangen zusammen mit den Erwachsenen „Die Heil’gen Drei Könige mit ihrigem Stern“ als Eingangslied. Pfarrer Wernher Bien sagte: „Ihr seid heute hier, um den Segen in die Häuser zu bringen. In der Bibel heißt es, dass die Weisen aus dem Morgenland gekommen sind. Es steht nicht, wie viele es waren, heute sind es ziemlich viele.“ In den anschließenden Kyrierufen bat der Seelsorger um die Nähe Gottes und dessen Erbarmen.

Sternsingerfilm

Danach zeigte der Geistliche einen Ausschnitt aus dem aktuellen Sternsingerfilm des bekannten Fernsehreporters Willi Weitzel. Dieser betonte, es gehe um Gefahren im Alltag zu erkennen und wie man sich vor ihnen schützen könne. In einer Gruppenstunde zeichneten Kinder Häuser und Gleise als Landkarte. Per „Schnick- Schnack-Schnuck“ kam das Mädchen Diva an die Reihe, um die kunstvolle Karte zu präsentieren. Für sie war es eine Herausforderung vor der Gruppe zu stehen und zu reden. Dazu Willi Weitzel: „Wer mutig und selbstbewusst ist, kennt sich selbst besser und kann auch besser auf sich aufpassen.“ Auch kam ein 22-jährige Studentin namens Rama zu Wort, die darauf achtet, dass sich die Kinder miteinander wohlfühlten, da in der Gruppenstunde auch unangenehme und schwierige Dinge besprochen werden. Weitzel erläuterte: „Wer Gewalt aussäht, ist im Unrecht. Kinder tragen niemals Schuld daran, wenn ein Kind gegen ihren Willen angefasst wird, daher ist es wichtig, dass es sich jemandem anververtraut.“ So zeigte er die Nummer 116111, wo man jederzeit anonym, vertrauensvoll mit freundlichen Menschen reden kann. „Kinderschutz ist das A und O. Erwachsene müssen Kinder schützen vor Gefahren und allen Formen von Gewalt.“ Pfarrer Bien erzählte, dass arme Leute sich billige Grundstücke direkt an den Eisenbahngleisen kaufen. Es sei bei den Gleisen für die Kinder gefährlich zu spielen, da dort der Schnellzug fahre. Er appellierte Gefahren zu kennen, auch die Gefahren des Missbrauchs. Mit „Stern über Bethlehem, zeig uns den Weg“ fand der Wortgottesdienst seine Fortsetzung. Vier „Majestäten“ lasen die Fürbitten vor und dann beteten alle gemeinsames das Vaterunser.

Tradition Segnung Wasser, Kreide und Salz

Die Wasserweihe geht auf einem Brauch aus dem vierten Jahrhundert zurück, das Wasser des Nil in Alexandrien und das Wasser des Jordan in Palästina zu segnen. Im elften Jahrhundert wird die Wasserweihe im Westen übernommen und mit einer Salzweihe verbunden. Dieser Brauch steht in Verbindung mit der Taufe und der Verwendung von geweihtem mit Salz, um das Wasser vor dem Verderben zu schützen. Mit Wasser und Salz werden auch der Weihrauch und die Kreide zur Haussegnung geweiht. Dies ist ein Zeichen dafür, dass Schuld und Unheil abgelegt werden und so ein unbeschwerter Neuanfang rmöglich wird. Das geweihte Wasser gilt als Zeichen des Lebens sowie der Reinigung und erinnert an den Eintritt in die christliche Gemeinde durch das Wasser der Taufe. Dadurch entsteht ein Bindeglied zwischen dem Gottesdienst der Gemeinde und der Haussegnung in der Familie. Der Weihrauch ist ein Bild für den Menschen, der sich zu Gott erhebt, ein Zeichen des Gebetes und der festlichen Freude. Das Verbrennen von Weihrauch ist ein Bekenntnis zu Christus dem König und Erlöser.

Anschließend schritt der Seelsorger zu den benötigten Gegenstände, welche am Gang zur Taufkapelle aufgereiht waren. Er segnete das Wasser dann das Salz und schüttete das „weiße Gold“ ins Wasser. Weiter segnete er Kreide, Aufkleber, Kohle und Weihrauch. Vom Altar aus segnete Pfarrer Bien die Sternsinger. „O du fröhliche“ war dann das Schlusslied und alle Gläubigen erhielten den weihnachtlichen Segen. Nach dem Gruppenfoto holten sich die Sternsingergruppen ihre Utensilien und machten sich mit ihrem erwachsenen Begleiter (Kamel) auf den Weg zu den  Haushalten, um als Capar, Melchior und Balthasar die Segensformel „20*C+M+B*23“ (Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus)an den Türen anzubringen. Zudem singen sie und tragen Verse vor. Natürlich sammeln sie für die Sternsingeraktion Geldspenden. Die „Weisen aus dem Morgenland“ kehren als Segensbringer wieder zurück in den Gottesdiensten an Hl. Drei König, 6. Januar um 8.30 Uhr in Feldkirchen und um 10 Uhr in Mitterfelden.

Andreas Pils

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