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Pater Hans-Hermann Holm-elin verstarb 81-jährig

Hunderte Gläubige nahmen am Requiem und der Beerdigung teil

23 Priester und Diakone versammelten sich im Altarraum der Pfarrkirche St. Martin zum Requiem für den verstorbenen Pfarrer Hans-Hermann-Holm-elin, dessen Sarg vor dem Volksaltar aufgebahrt war. Eine ganze Reihe von Fahnenabordnungen der Vereine aus den Pfarreien des Pfarrverbands Ainring hatte Aufstellung genommen. Pater Alois Schwarzfischer SAC und Pfarrverbandsleiter Pfarrer Wernher Bien konzelebrierten die Trauerfeier. Redner würdigen das Wirken des Seelsorgers. Die musikalische Gestaltung oblag dem „Ainringer Vierg’sang“ sowie Gesang der Trauergemeinde. Volles Glockengeläut war beim Einzug in das Gotteshaus zu hören. Organistin Maria Ramstetter-Wallner empfing die Ministranten und den Klerus mit der Melodie "Tut mir auf die schöne Pforte" sowie "Orgelkonzert Nr. 1" von Gustav Gunsenheimer. Der Ainringer Vierg’sang übernahm auf Wunsch des Verstorbenen die musikalische Gestaltung der Trauerfeier. Am 8. Februar feierte dieser seine letzte Heilige Messe im Seniorenwohnheim St. Elisabeth, ebenfalls musikalisch umrahmt vom Ainringer Vierg’sang. Einige Lieder, unter anderem " Da Verliabte", die hierbei gesungen wurden, wurden daher bewusst für die Beerdigung ausgewählt.

Pfarrer Bien betonte, im Gegensatz zu Weltpriestern, wo ein Bischof komme, schaue es bei Ordensgeistlichen anders aus, hier komme der Ordensobere und dazu begrüßte er Pater Alois Schwarzfischer.Über den Verstorbenen sagte er: "Bei Vielen hat er das christliche Leben entscheidend mitgeprägt. Er hat in den Familien das Sakrament gespendet, einen anspruchsvollen Religionsunterricht erteilt, Gottesdienste gefeiert, Sterbende begleitet. Er hat sein Leben lang die Eucharistie gefeiert, diese Gemeinschaft, die Christus im Angesicht seines Sterbens gestiftet hat." Gemeindereferentin Birgit Weber las die Lesung aus dem zweiten Brief des Apostel Paulus an die Korinther vor. Dabei handelte es sich um das Abbrechen des irdischen Zeltes und der Zuversicht, aus dem Leib auszuwandern und daheim beim Herrn zu sein. Anschließend sang die Trauergemeinde mehrere Strophen des Liedes "Wir sind nur Gast auf Erden". Diakon Ulrich Portisch verkündete das Matthäus-Evangelium.

Ansprache Pater Schwarzfischer

Pater Alois Schwarzfischer SAC von den Pallottinern auf dem Salzburger Mönchsberg hielt die Ansprache und meinte, man habe das "Bilderbuch Gottes", wie ein Theologe die Gleichnisse Jesu genannt habe, aufgeschlagen. Heute sei es das Gleichnis vom Sämann, in diesem erzähle Jesus selber, wie es ihm mit seiner Sendung ergangen sei. "In diesem Gleichnis ist alles enthalten, was unser Mitbruder Hans-Hermann erlebt hat in seiner Sendung."

Bei Jesus gebe es dreimal ein „Umsonst“ in seiner Sendung, erst beim vierten Mal sei die Rede vom Fruchttragen. „Damit sind die Aufgeschlossenen gemeint, wo der Samen auf gutes Erdreich fällt. Wer Ohren hat zu hören, der höre. Der Samen sei das Wort Gottes, diese Samenkörner habe Pater Holm-elin ausgestreut, in der Mädchenrealschule Freilassing, in den Pfarrgemeinden Thundorf und Ainring, im Religionsunterricht bei der Katholischen Landjugend Straß, beim Seniorennachmittag, bei Jugendgottesdiensten, bei Predigten am Sonntag, bei Taufen, Trauungen und Beerdigungen. "Er war bestens vorbereitet, nutzte das geschliffene Wort, um die Heilige Schrift verständlich zu verkündigen, damit hat er die beiden Pfarreien nachhaltig geprägt.“

Die Fürbitten las Gemeindereferentin Birgit Weber. Während der Kommunionausteilung war vom Ainringer Vierg’sang mit "Näher mein Gott zu dir" und "One of waths" zu hören, danach mit dem Danklied "Es is Feierabend".

Trauerreden

2. Bürgermeister Gerhard Kern betonte, auch die Gemeinde Ainring trauert um Pater Hans-Hermann Holm-elin, der 43 Jahre in den Pfarreien St. Martin Thundorf und St. Laurentius Ainring sowie ab dem Jahr 2010 im Pfarrverband Ainring wirkte. Er rief den Abschiedsgottesdienst im letzten Juli in Erinnerung, wo der Seelsorger in den Ruhestand verabschiedet wurde. Kern persönlich habe Holm-elin als liebenswerten Menschen der klaren Worte, aber auch mit Ecken und Kanten kennenlernen dürfen. Die Gemeinde Ainring werde ihm in Dankbarkeit und Wertschätzung ein ehrende Gedenken bewahren.

Der Thundorfer Pfarrgemeinderatsvorsitzende Alfons Brüderl blickte auf das seelsorgerische Wirken des Verstorbenen in der Pfarrei St. Martin zurück und hob dabei auch dessen Geschick bei Predigten und das "In-Schusshalten" der Kirchen hervor. Stellvertretend für die ganze Pfarrgemeinde sprach er ein ewiges Vergelt’s Gott aus.

Albert Klinger, Pfarrgemeinderats-Vorsitzender der Pfarrei St. Laurentius, sagte, dass Hans-Hermann Holm-elin die Ainringer 35 Jahre lang bei so vielen schönen Feiern, aber auch so mancher Trauerfeier begleitet habe. Man schaue dankbar zurück und werde ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Im Kirchenschiff vor dem Sarg und dahinter im Gang aufgereiht die Fahnenabordnungen der Vereine, sang Pfarrer Bien den Psalm vom "guten Hirten" und die große Trauerschar im beinahe vollbesetzten Gotteshaus gab den Antwortgesang. Worte der Anrufe sprach Pater Schwarzfischer.

Trauerzug und Bestattung

Im Freien formierte sich der Trauerzug, der vom gemeinsamen Spiel der Musikkapellen Ainring und Thundorf-Straß angeführt wurde. Zu Beginn waren Salutschüsse der Prangerschützen Thundorf-Straß zu hören. Die Bestattungszeremonie hielten Pfarrer Bien und Pater Schwarzfischer. Die Vorstände der Vereine SG Eichenlaub Straß, des Trachtenvereins D’ Mühltaler, der Prangerschützen sowie Krieger- und Soldatenkameradschaft aus Thundorf-Straß ließen den Sarg in das offene Grab ab. Die Patres aus Friedberg, Salzburg, Freilassing, die Priester und Diakone aus der Umgebung sangen gemeinsam das "Salve Regina". Beim von Pfarrer angestimmten TeDeum begleiteten die vereinten Musikkapellen den Volksgesang "Großer Gott wir loben dich".

Zum letzten Abschied waren die Geistlichen am Grab. Danach senkten die Fähnriche der Vereine KRV, Trachtenverein Edelweiß Hammerau-Ainring, FFW (sämtliche Ainring), der SG Ulrichshögl, SG Eichenlaub Straß, Prangerschützen, KSK, Trachtenverein D‘ Mühltaler und KLJB (sämtliche Thundorf-Straß) zu einem letzten Gruß ihre Fahne. Anschließend nahm die übrige Trauerschar unter ihnen Mitglieder der BRK-Kolonne Ainring, Abschied.


Lebensweg von Pater Hans-Hermann Holm-elin

Der Primizspruch von Hans Hermann Holm-elin SAC lautete: "Herr, du hast mich gekannt und dennoch gerufen".

Er wurde am 24. April 1938 in Hohehorst bei Bremen geboren. Volksschulbesucher war er in Linz an der Donau und in Überlingen am Bodensee. Ab 1951 besuchte er ein Gymnasium in Ettenheimmünster. Den Wohnort seiner Mutter in Sigmaringen/Hohenzollern betrachtete er als seine Heimat.1955 ging er ans Spätberufenenseminar der Pallottiner in Immenstaad am Bodensee.

Nach dem Abitur trat er in das Noviziat der Pallottiner in Untermerzbach bei Bamberg ein und legte dort zwei Jahre später die erste Profess ab. Die Diakonweihe erhielt er am 29. März 1966 in Vallendar und die Priesterweihe durch Bischof Anthony Padiyari von Ootacamud (Südindien) in Augsburg-Hochzoll am 17. Juli 1966, seine Primiz feierte er in Sigmaringen. Von 1967 bis 1968 besuchte Pater Holm-elin das Pastoraltheologische Institut in Friedberg, verbunden mit einem pastoralen Einsatz in der Stadtpfarrei Aichach. 1968 kam er zu den Pallottinern nach Salzburg. Dort war er als Erzieher und als Regionalprokurator für die Region Österreich tätig. Danach war er 15 Jahre lang von 1969 bis 1984 als Religionslehrer an der Mädchenrealschule Freilassing tätig. Ab 1976 wirkte er als Pfarrer in St. Martin Thundorf und bekam 1985 noch die Pfarrei St. Laurentius Ainring hinzu.

Nach der Umstrukturierung des Pfarrverbands Ainring mit den Pfarreien Feldkirchen, Ainring und Thundorf wirkte er als Pfarrvikar von 2010. Bis zur Entpflichtung der Seelsorgeaufgaben im Sommer 2019 konnte er auf ein 43-jähriges, verdienstvolles Wirken im Rupertiwinkel zurückblicken. Seinen letzten Wohnsitz hatte er in der Seniorenwohnanlage St. Elisabeth in Teisendorf. Im Krankenhaus Freilassing verstarb der Geistliche schließlich am 3. März.


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Andreas Pils

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