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Patrozinium „Mariä Himmelfahrt“

Besondere Musik -  Kräuterbüscherl gesegnet

Ganz im Zeichen des Patroziniums stand am Feiertag „Mariä Himmelfahrt“ die Marienkirche in Feldkirchen. Die Gottesmutter ist die Namensgeberin und Schutzpatronin der Pfarrkirche. Am höchsten Marienfest in Erinnerung an die „leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel“ wurde der Gottesdienst musikalisch feierlich von Orgel und Streichern mitgestaltet. Am Ende der liturgischen Stunde segnete Pfarrer Wernher Bien die Kräuterbuschen. Das Fest der Aufnahme Marias in den Himmel lässt sich bis in das fünfte Jahrhundert zurückverfolgen und ist das älteste und bedeutendste Marienhochfest. In weiten Teilen der Kirche wird das Fest seit dem siebten Jahrhundert begangen.

 

Vor dem Haupteingang hatten Spenzerfrauen des Trachtenvereins „D‘ Schneebergler“ eine großen Tisch mit mehreren Körben Kräuterbuschen aufgestellt. Gegen eine Spende konnten die Gläubigen diese zum Festgottesdienst mitnehmen. Das Geld wird sozialen Zwecken zugeführt. Am Turm wehte die Kirchenfahne und der Altartraum war mit weiß-gelbe Bänder geschmückt. Und vor dem Volkaltar stand ein Kräuterkreuz.

In seiner Begrüßung erklärte Pfarrer Wernher Bien, dass Streicher zur Verehrung der Gottesmutter spielen. Er bedauerte, dass er nicht im Gottesdienst, so wie die Gläubigen zur Gottesmutter im Hochaltar blicken könne. Unter Orgelbegleitung von  Kristian Aleksic sang die zahlreich vorhanden Gemeinde das Lied „ Ehre, Ehre sei Gott in der Höhe. Lektorin Ursula Krause las aus der Offenbarung des Johannes, mit dem Inhalt wo am Himmel ein Zeichen erschein: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt.

Pfarrer Bien sang das Lukas-Evangelium, darin erhob eine Frau aus der Menge ihre Stimme und rief zu Jesus: „Selig der Schoß, der dich getragen, und die Brust, die dich gestillt hat!“  Der Seelsorger nahm Bezog zum Evangelium und sprach von aufklärenden Worten. „Das Wort Gottes hören und befolgen, die Gottesmutter ist uns darin ein Vorbild. Unter dem Kreuz, als die Jünger aus Angst geflohen waren, hielt sie aus.“ Weiter führte er aus, durch das Tun, könne man immer mehr ins Begreifen rüberkomme, man könne Lernen, Einsehen und Handeln.

Kräuter erinnern an Reichtum des Lebens

Die Fürbitten las Ursula Krause vor. Nach Glaubensbekenntnis, Vaterunser und Kommunionausteilung sang die Gemeinde aus dem Gotteslob „Segne du , Maria“. Es folgte das Segensgebet für die Kräuter. „Herr, unser Gott, du hast Maria über alle Geschöpfe erhoben und sie in den Himmel aufgenommen. An ihrem Fest danken wir dir für alle Wunder deiner Schöpfung. Durch die Heilkräuter und Blumen schenkst du uns Gesundheit und Freude. Segne diese Kräuter und Blumen. Sie erinnern uns an deine Herrlichkeit und an den Reichtum deines Lebens. Schenke uns auf die Fürsprache Mariens dein Heil. Lass uns zur ewigen Gemeinschaft mit dir gelangen und dereinst einstimmen in das Lob der ganzen Schöpfung, die dich preist durch deinen Sohn Jesus Christus in alle Ewigkeit. Amen." Danach schritt der Geistliche den Gang entlang und besprengte die Gläubigen und Kräuterbuschen mit Weihwasser, auch im Freien wurden Kräuter gesegnet. Pfarrer Wernher Bien bedankte sich für die sehr schönen Musik und im Vorfeld für die Blasmusik. Die Büschel werden zuhause im Herrgottswinkel, über der Tür, im Stall oder unter dem Dach aufgehängt.

Die Trachtenkapelle Feldkirchen geleitete im Anschluss an den Gottesdienst die Gläubigen ins Bierzelt zum Frühschoppen. Die Büschel werden zuhause im Herrgottswinkel, über der Tür, im Stall oder unter dem Dach aufgehängt.

Andreas Pils

Sonaten von W.A. Mozart im Patroziniums-Gottesdienst

Der Patroziniums-Gottesdienst in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt wurde musikalisch feierlich umrahmt von einem Quartett aus Orgel (Kristian Aleksic), Violine (Sarah Emmert), Viola (Erika Emans) und Kontrabass (Max Emans). Zu Gehör kamen Kirchensonaten von Wolfgang Amadeus Mozart, die sich durch ihren unterschiedlichen musikalischen Charakter gut in die Liturgie einfügten. Zum Einzug erklang strahlend die Kirchensonate in B-Dur, KV 212 mit ihren aufwärtssteigenden Imitationen, den Lautstärkeschattierungen und Echowirkungen bei den Wiederholungen der Motivfolgen. Nach diesem tänzerisch anmutenden Werk spielten die empathisch aufeinander hörenden Musiker zur Gabenbereitung die Kirchensonate in Es-Dur, KV 67, ein Werk des noch jungen Mozart - getragen, zum Innehalten anregend und meditativ die Gedanken auf die liturgischen Handlungen des Priesters hinführend.

Zur Kommunion erfreute Kristian Aleksic mit dem virtuosen Präludium in G-Dur, op. 3 Nr. 2 von Moritz Brosig (1815-1887), dessen Orgel-Kompositionen stilistische Verwandtschaft zu Felix Mendelssohn Bartholdy erkennen lassen.

Eine fröhlich jubelnde Violine glänzte mit virtuosen Umspielungen der Melodie im Werk KV 224 in F-Dur. Sie dialogisierte im Frage-Antwort-Spiel mit den drei anderen Instrumenten und führte zu einem grandiosen Tutti-Klang hin, der die Kirchenbesucher in den sommerlichen Feiertag entließ.

Brigitte Janoschka

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