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13 Quadratmeter Gold für die Pfarrkirche

 Renovierung des Hochaltars wird fortgeführt

Veronika Eisner und Magdalena Reiter brauchen bei ihrer Arbeit in luftiger Höhe eine ruhige Hand und jede Menge Geduld. Ein Hauch genügt und ein kleines Stück des Blattgoldes segelt aus dem „Goldbuch“ auf das Werkzeug und anschließend auf die jahrhundertealten Figuren und Ornamente am Hochaltar knapp unter der Raumdecke der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Die beiden Restauratorinnen haben noch jede Menge Arbeit vor sich: Insgesamt 13 Quadratmeter des Edelmetalls sollen dem stark angeschlagenen Gotteshaus wieder zum alten Glanz verhelfen.

Gold wird aufgebrachtNervös werden die beiden Mitarbeiterinnen der Werkstätten für Denkmalpflege Enzinger beim „Anschießen“ (Auftragen) des wertvollen Materials schon lange nicht mehr. Auch wenn die zu vergoldende Fläche groß ist, brauchen sie für die gesamte Kirche gerade einmal 26 Gramm Gold – so dünn wurde das Metall geschlagen, dass sogar die Sonne durch die Blättchen scheinen kann.

Doch zunächst werden vorhandene Goldschollen gesichert, man will ja nichts verschwenden. Der Untergrund wird geschliffen, rot-gelbes Polyment aus gebrannter Tonerde dient als Bindemittel und mit einem Gemisch aus Spiritus und Wasser hält die neue Schicht aus 24-karätigem Gold in bester Qualität. Gibt es beim vorsichtigen Daraufklopfen einen hellen Ton, ist die Oberfläche bereit zum Polieren mit dem Halbedelstein Achat. „Das Gold wird anschließend patiniert, sonst sieht es zu neu aus. Das würde zu einem jahrhunderte alten Altar nicht passen“, erklärt Veronika Eisner.

„Mit der Restaurierung des Hochaltars wird ein weiterer großer Abschnitt zur Innenrenovierung unserer Pfarrkirche fortgeführt“, erklärt Kirchenpfleger Martin Reiter. Durch Zuschüsse vom erzbischöflichen Kunstreferat, vom Bezirk Oberbayern, der Bayerischen Landesstiftung und der Berchtesgadener Landesstiftung wird diese bedeutende Maßnahme finanziert. „Spenden aus Patenschaften, von Pfarrangehörigen und Gönnern sowie die Erlöse aus verschiedenen Veranstaltungen haben ebenfalls dazu beigetragen, dass die Kirchenverwaltung Schritt für Schritt mit der Renovierung fortfahren kann“, bedankt sich Reiter für die Unterstützung. Die Arbeiten am Hochaltar werden voraussichtlich Mitte November abgeschlossen sein.

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